Steigende Preise, marode Schulen, fehlender Dialog: Im Interview erklärt der Protestforscher Florian Staudt, warum junge Menschen in Europa protestieren - und was die Politik aus seiner Sicht jetzt tun sollte.
was die Politik aus seiner Sicht jetzt tun sollte
“Die Politik” hat schon lange entschieden, was sie tun will: Weiter rechtes, xenophobes Gekreische und Kulturkampfmüll verbreiten, und hoffen, dass vorallem auch die jüngeren Generationen, die am meisten Medien konsumiert, schnell genug der Hirnfäule zum Opfern fällt. Zumindest in ausreichendem Umfang, dass es für gesellschaftliche Spaltung reicht.
Und wenn man sich die Wahlergebnisse und Prognosen in Europa so anschaut, funktioniert das bisher doch tadellos. Mit ein wenig Widerstand bei der Abschaffung der Demokratie war zu rechnen. Das ist, wie man daran sieht, dass Polizei und Behörden schon lange bevor etwas passiert völlig übertrieben und mit aggressivster Rhethorik agieren, bereit eingeplant.
So lange das friedlich bleibt völlig ok. Nennt man Demokratie.
Hundepfeifen, wer will Hundepfeifen?
Ist doch bezeichnend, dass Schwurbler mit Galgen, Fackeln und Co zu ihren Demos ziehen und da die Politik nicht vor Gewalt warnt sondern dazu aufruft die Sorgen dieser Menschen ernst zu nehmen.
Junge Leute kündigen an zu demonstrieren und es kriegen direkt alle Schnappatmung wegen potenzieller Gewalt, die niemand der demonstrierenden angekündigt hat.
Das ist doch irgendwie komisch. Findest du nicht?
Also wirklich mal A) stimmt das nicht, dass “die Politik” die Leute nur tätschelt und gut zuredet. Die Verrohung des Diskurses ist seit Jahren im gesamten demokratischen Spektrum Thema, ich erinnere mich zB an eine Fähre der aufgelauert wurde. (Auch wenn ich mit weniger false-balancing wünschen würde)
B) muss man bei Gewalt die passiert die Gründe ernst nehmen sonsts kann man das Problem nicht bei der Wurzel packen. Passiert übrigens nicht nur bei rechten, sondern selbst Macron und der rest des franz. politischen establishment sagt, das man die Leute ja im Grunde verstehen könne
C) ist meines Verständnis nach “Junge Leute kündigen an zu demonstrieren und es kriegen direkt alle Schnappatmung wegen potenzieller Gewalt, die niemand der demonstrierenden angekündigt hat.” genau wie ich den Punkt des Kommentars verstanden habe: solange niemand Gewalt fordert ist das doch komplett im demokratischen Rahmen, und kann man die Welle die geschoben wird nicht verstehen. Demokratie halt.
D) Gewalt ist die einfachste Methode Demos und ihre anliegen zu deligitiemisieren
[Finde selber die Proteste gut und wichtig]
A) stimmt das nicht, dass “die Politik” die Leute nur tätschelt und gut zuredet. Die Verrohung des Diskurses ist seit Jahren im gesamten demokratischen Spektrum Thema, ich erinnere mich zB an eine Fähre der aufgelauert wurde. (Auch wenn ich mit weniger false-balancing wünschen würde)
Und bei welcher, nicht von jungen Menschen bzw Links organisierten Demo hat das bisher zu vergleichbaren Ankündigungen oder Reaktionen im Vorfeld geführt?
Dieses “Solange es friedlich bleibt” ist Teil des rechten Framings und Teil von Manufacturing Consent.
Hinterfrag mal, wieso du es für nötig hältst, das dazu zu schreiben.
Weil Gewalt scheiße ist?
Ah ich sehe der Herr war bis jetzt privilegiert genug noch nicht mit.der Polizei auf demos oder anderswo in Kontakt gekommen zu sein.
Was für ein outrageous call und welch respektlose Anmaßung. Als ob ich selber noch nie durch einen Wasserwerfer nass geworden wäre. Aber das Gewalt scheiße ist schließt doch wohl auch Polizeigewalt ein oder nicht?
Checke nicht warum feddit immer so unentspannt ist hbd hinter jeder Äußerung direkt den nächste quasi-fascho sieht. WzF
Die allgemeinene Verurteilung von gewalt ist im best case naiv im worst case eine deligitimierung von Verteidigung gegen den aggressor in form von prügel cops auf demos. Vor allem im Kontext von manufacturing consent wiederholst du hier Konterproduktive absolutismen die dem Erhalt des status Quo dienen. Gewalt steht immer in einem Bezug und sollte insbesondere bei Demos nicht so pauschal als unzulässig betitelt werden. Lass mich doch nicht einfach wehrlos verprügeln.
Also das ist eine unfassbar beschränkte Perspektive muss ich sagen. Niemand hat gesagt dass du dich gegen einen Prügelcop nicht wehren sollst. Finde ich aber (mindestens) genauso scheiße und illegitim wenn ein cop einfach so das prügeln anfängt wie wenn Demonstranten grundlos anfangen Gewalt zu begehen.
Der Manufacturing-Consent Vorwurf lasse ich nicht auf mir sitzen, da er in diesem Fall falsch angewandt ist, da ich in keinster Weise die Proteste deligitimiere.
Ich verwende keine „kontraproduktiven absolutismen" sondern ich trage dazu bei dem Diskurs auszudifferenzieren. Ein kontraproduktiver Absolutismus wäre zum Beispiel folgendes: “Gewalt steht immer in einem Bezug und sollte insbesondere bei Demos nicht so pauschal als unzulässig betitelt werden.”
Nein tut sie nicht immer (außer der Binse das alles auf dieser Welt in irgendeinem Kontext steht). Und Konsens herzustellen, das Gewalt immer das allerletzte Mittel sein muss, wenn wirklich nichts anderes mehr geht (sowohl bei politischen Anliegen als auch von Seite der Cops) muss ja wohl ethisch gesehen selbstverständlich sein, vor allem wenn wir den Luxus einer vergleichsweise so gut funktionierenden Demokratie haben und andere Länder mit weniger guten demokratischen Strukturen uns vormachen, dass man Trendwenden hinbekommt (zB Serbien)
Niemand hat gesagt dass du dich gegen einen Prügelcop nicht wehren sollst.
Technisch gesehen hast du das impliziert indem du die Hirntotest-mögliche Antwort auf OPs Frage geliefert hast.
Wirkt fast ein wenig einstudiert/dressiert.







