

Meiner Meinung nach liegt das mehr an Angst und Leute, diese Angst ausnutzen. Es ist menschlich, sich vor dem Ungewissen zu fürchten, und dazu zählt einfach auch das Gefühl der Machtlosigkeit. Und während manche Menschen lernen, Machtlosigkeit zu akzeptieren und sich entsprechend treiben zu lassen, versuchen andere krampfhaft die Kontrolle zu behalten, was meistens als ein Status Quo gesehen wird.
Da dies aber praktisch nicht möglich ist (kein Status Quo kann weder dem Fortschritt noch der Wandel der Zeit standhalten), sucht man einen Schuldigen, einen “Sündenbock”. Und manche wissen das und nutzen dieses aktiv, verfestigen Feindbilder und die Angst des Kontrollverlustes, nur um selbst an das Gefühl der Macht zu kommen.
Warum sollte man sich vor Juden, Muslimen, Ausländer oder Homosexuellen fürchten? Warum sollte man sich generell vor Menschen fürchten, die man nicht kennt?
Es geht dabei nicht um die Menschen selbst oder was sie machen, sondern eher was sie repräsentieren: ein “Fehler” in deren Status Quo, etwas, das “anders” ist.